Keine Angst vor Zika-Virus

In Österreich ist das erste Zika-Virus bei einer Frau diagnostiziert worden, die von einem Urlaub in Brasilien zurückgekehrt war. Eine Ausbreitung des Virus in Oberösterreich müsse man nicht befürchten, so die Experten.

Am Donnerstag wurde im Tropenmedizinischen Institut der MedUni Wien bei einer Frau, die von einem Urlaub aus Brasilien zurückgekehrt war, der erste Fall des Zika-Virus in Österreich diagnostiziert. Gefahr bestehe allerdings nur, falls die Frau schwanger ist, da das Virus Schädel-Fehlbildungen bei Babys verursachen könnte, so Rainer Gattringer, Krankenhaushygieniker am Krankenhaus der Elisabethinen in Linz, im Gespräch mit dem ORF Oberösterreich.

Ausbreitung in Oberösterreich unwahrscheinlich

Die Gefahr, dass sich das Virus nach Oberösterreich ausbreite, sei aber unwahrscheinlich, so Gattringer. Schwangere Frauen sollten aber Reise nach Südamerika meiden, „weil man sich dem Risiko nicht aussetzen sollte, wenn es nicht sein muss“ sagt Gattringer.

Zika-Virus in Lateinamerika

APA/Martin Hirsch

„Die Sorge ist nicht sehr groß, dass sich das Virus bei uns ausbreiten könnte. Das ist eine Erkrankung für Reiserückkehrer, die aus Südamerika oder Brasilien fliegen müssen oder von dort zurückkehren.“ Es bestehe auch keine Gefahr, weil die Mücke, die das Virus überträgt, bei uns nicht überleben könne - dafür sei es viel zu kalt, so Gattringer.

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