Wirtschaft hofft auf Irangeschäfte

Mit der Bestätigung der Atomenergiebehörde, dass der Iran alle Vereinbarungen des Atomabkommens eingehalten hat, sind automatisch die Sanktionen aufgehoben. Die oö. Wirtschaft spricht von einer Riesenchance für die Unternehmen.

Das Bild, das viele Europäer vom Iran haben, ist nach Meinung von Kennern des Landes korrekturbedürftig. Denn der Iran sei trotz Wirtschaftssanktionen eine regionale Wirtschaftsmacht geblieben. Und ist deswegen noch interessanter für oberösterreichische Unternehmen, meint Manfred Hackl, Geschäftsführer von Erema. Das Unternehmen aus Ansfelden (Bezirk Linz-Land) stellt Kunststoffrecyclingmaschinen her und hat nach eigenen Angaben gute Kontakte in den Iran. Hackl sagte, dass der Iran der Wirtschaftsmotor für die gesamte Region mit 350 bis 400 Millionen Einwohner sei. Sämtliche Autos der Region werden im Iran produziert.

Nachfrage in vielen Bereichen

Abgesehen davon gebe es Nachfrage in vielen Bereichen, so Wirtschaftskammerpräsident Rudolf Trauner. Oberösterreich könne auch in den Bereichen Medizintechnik, Kunststoffe, Lebensmittel oder Energietechnik punkten. Der Iran war auch während der Sanktionen der USA und der EU nicht wirklich isoliert. Nur haben vorwiegend andere Länder wie etwa China einen Großteil der Geschäfte gemacht, hieß es.

„Genießen Sympathie“

Aber auch über 100 oberösterreichische Firmen blieben auch während der Sanktionen mit dem Iran in Geschäftskontakt, so Trauner. Wie die Firma „Rubble Master“, die in Linz Maschinen zur Aufbereitung von Bauschutt produziert, so Firmengründer und Geschäftsführer Gerald Hanisch. sterreichische Unternehmen, so sind sich die Wirtschaftsvertreter einig, würden im Iran jedenfalls viel Sympathie genießen. Zum einen, weil die Produkte hohe Qualität hätten, zum anderen, weil Österreich keinem der großen Weltpolitischen Blöcke angehöre.