Ausschreitungen bei Hochrisikospiel

Das Fußballspiel Austria Salzburg gegen Sturm Graz in Vöcklabruck galt schon im Vorfeld als Hochrisikospiel und hat sich auch so entwickelt: Bei Ausschreitungen gab es sechs Verletzte - darunter drei Polizisten - und sechs Festnahmen.

Bereits beim Eintreffen der Gästebusse kam es am Dienstagabend zu ersten Auseinandersetzungen. Fans aus Salzburg warteten schon auf die Grazer Anhänger und gingen auf sie los, so der Polizei-Einsatzleiter Oberst Franz Scheiböck. In der Halbzeit rissen Sturm-Fans Absperrgitter nieder, blieben aber noch in ihrem Sektor.

Hunderte Fans gingen aufeinander los

Auf der Gegenseite feuerten Salzburg-Anhänger immer wieder Feuerwerkskörper ab. Nach dem Spiel durchbrachen dann Hunderte Fans die polizeilichen Absperrungen, bewarfen einander mit Bierflaschen, Steinen und Leitpflöcken und gingen mit Pyrotechnik aufeinander los.

Rund 200 Polizisten aus Oberösterreich, der Steiermark und Salzburg mussten einschreiten und setzten auch Pfeffersprays ein. Nur mit Mühe gelang es, die Gruppierungen auseinanderzuhalten. Sechs Polizeibeamte wurden durch herumfliegende Bierflaschen verletzt, mehrere Fans wurden ebenfalls verletzt. Es gab zahlreiche Anzeigen - die Anzahl steht noch nicht fest. Nach der Auswertung der Videoüberwachung werde sie jedenfalls noch ansteigen, so die Polizei.

Grundsätzlich sei das Stadion für ein großes Spiel schon geeignet, Probleme würden die Bereiche rundherum machen, sagte Scheiböck. So seien in Vöcklabruck die Tumulte vom Parkplatz ausgegangen.

Spiel endete 5:0 für Sturm Graz

Zum sportlichen Teil des Spieles: Sturm Graz ist mit einem verdienten 5:0 (2:0)-Sieg ins Achtelfinale des ÖFB-Cups aufgestiegen. Matchwinner war Marco Djuricin (21., 38., 92.) mit einem Triplepack sowie den Assists zu den weiteren Treffern durch Thorsten Schick (64.) und Daniel Beichler (76.).

Die von Interimscoach Günther Neukirchner betreuten Steirer traten in Bestbesetzung an und übernahmen vor 4.400 Fans im ausverkauften Volksbankstadion von Beginn weg das Kommando. Djuricin, der schon beim 4:1-Auftakterfolg im Cup in Schwaz mit drei Toren geglänzt hatte, sorgte nach perfektem Wechselpass von Stankovic sowie Maßflanke von Offenbacher mit einem Kopfball ins kurze Kreuzeck für die verdiente Führung. 17 Minuten später erhöhte er nach Vorarbeit von Lukas Spendlhofer und Beichler auf 2:0.

Grazer diktierten Match

Nach dem Wechsel diktierten die Grazer weiter das Match und wurden dafür mit weiteren Treffern belohnt. Nach tollem Zuspiel von Offenbacher leitete Djuricin weiter aufs lange Eck zu Schick, der den Ball nur noch über die Linie zu drücken brauchte. Nicht einmal zwei Minuten danach war das Match für Salzburg-Spieler Nicholas Mayer, der nach einem Tackling gegen Beichler Gelb-Rot sah, vorzeitig zu Ende (66.).

Das 4:0 erzielte Beichler, der von Djuricin mit einem Pass in die Tiefe perfekt bedient worden war. Im Finish vergab Djuricin zunächst eine Topchance (91./knapp daneben), ehe er dann doch noch sein insgesamt sechstes Cuptor in dieser Saison bejubeln durfte.

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