Mutmaßlicher Rechtsextremer bei „kath.net“

Ein mutmaßlicher Rechtsextremist aus Deutschland soll für die als erzkonservativ geltende katholische Internetzeitung „kath.net“ mit Hauptsitz in Linz geschrieben haben. Von dem Deutschen sind Artikel über den Islam und über andere Kulturen erschienen.

„Die rosa Islamlegende“ - unter diesem Titel hat der studierte Historiker am 10. September einen Artikel auf der Internetseite „kath.net“ veröffentlicht. Darin spielt er unter anderem auf Vorurteile an, die gegen Muslime bestehen. Insgesamt fünf umfangreiche Artikel soll der Mann, der auch ins Visier der deutschen Verfassungsschützer geraten ist, als Gastautor geschrieben haben.

Chef der Neonazi-Gruppe „Politische Offensive“

Er soll 1987 Chef der Neonazi-Gruppe „Politische Offensive“ gewesen sein, der eine besondere Vorliebe für die Parteihymne von Hitlers NSDAP, dem Horst-Wessel-Lied, nachgesagt worden ist. 1989 soll er den Arbeitskreis „Junge Republikaner“ gegründet haben. Für die „Republikaner“ ist er dann in den Kölner Stadtrat eingezogen. Zahlreiche Artikel sind von ihm in einschlägigen Büchern und Zeitschriften erschienen. Im „Handbuch des deutschen Rechtsextremismus“ finden sich Einträge zu seinen Aktivitäten.

Gastkommentare deaktiviert

In einer schriftlichen Stellungnahme schreibt der Chefredakteur von „kath.net“, man habe am Donnerstag sofort reagiert und die Gastkommentare des Deutschen „deaktivieren lassen“. Rechtsradikales Gedankegut werde bei kath.net „nicht toleriert“. An den Inhalten der betroffenen Artikel habe man allerdings nichts Bedenkliches gefunden.

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