Lebensdauer von Photovoltaikanlagen verlängert

Die Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen gewinnt zunehmend an Beliebtheit. Spontane Lichtbogenentladungen verkürzen jedoch die die Lebensdauer der Anlagen. Dank eines Welser Studenten könnte damit nun Schluss sein.

Bei den gefürchteten Lichtbögen handelt es sich um blitzähnliche Gasentladungen zwischen zwei Elektroden. Die Folgen sind Brandschäden am Wechselrichter der Photovoltaikanlage. Bisher konnte niemand vorhersagen, wann und unter welchen Bedingungen es zu solchen Entladungen kommt.

Photovoltaikanlage

APA/Uwe Zucchi

Schädliche Gasentladungen

Andreas Pamer aus Wallern, der an der Fachhochschule Wels studiert, konnte dieses Problem nun offenbar lösen. Er entwickelte mit Unterstützung der Firma Fronius einen Lichtbogen-Generator, mit dessen Hilfe die schädlichen Gasentladungen künstlich erzeugt werden können.

Nach vielen Versuchen mit diesem Apparat gelang es Pamer, eine mathematische Formel zur Früherkennung von Lichtbögen zu entwickeln. Mit Hilfe dieser Formel können nun Photovoltaik-Anlagen darauf programmiert werden, dass es zu einer Notabschaltung kommt, bevor sich ein Lichtbogen entlädt.

Erfolgversprechende Tests

Tests an einer Prototypanlage sollen recht erfolgversprechend verlaufen sein. Der Student Pamer hat darüber seine Diplomarbeit verfasst. Er arbeitet nun bei Fronius an der Marktreife seiner Entwicklung.

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