Aufregung wegen „rassistischer Rede“

„Die Zuhörer waren geschockt“, so der Geretsberger Bürgermeister Johann Brunthaler (ÖVP) im ORF-Interview nach einer rassistischen Rede, die ein Offizier des Bundesheeres als Privatperson beim Kameradschaftsbund gehalten haben soll.

Aufgrund des Vorfalls hätten Teilnehmer die Veranstaltung am Samstag vorzeitig verlassen, berichteten die „Oberösterreichischen Nachrichten“ („OÖN“, Onlineausgabe) am Montag. Das Verteidigungsministerium bestätigte den Zwischenfall.

Referat von „rassistischen Darstellungen geprägt“

Der Gastredner hätte einen Vortrag über die Sicherheitslage und Landesverteidigung halten sollen. „Das von ihm gehaltene Referat war von rassistischen sowie fremdenfeindlichen Darstellungen und subtilen Diffamierungen der Politiker und Bürger unseres Landes geprägt“, wird Benno Schinagl vom Landesbüro des Kameradschaftsbundes von den „OÖN“ zitiert.

„Zuhörer waren geschockt“

Die Zuhörer seien geschockt gewesen, so Brunthaler gegenüber dem ORF Oberösterreich: „Er hat in seinem Referat fremdenfeindliche und rassistische Ideologie verbreitet. Ich bitte um Verständnis, aber die Aussagen will ich nicht wiederholen, da sie wirklich aus der untersten Schublade waren, was ich zutiefst verurteile.“

Bürgermeister Johann Brunthaler

Ministerium: Dienstenthebung werde geprüft

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, erklärte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: „Wir haben heute sowohl Strafanzeige erstattet wie auch ein Disziplinarverfahren gegen den Offizier eingeleitet.“ Eine Dienstenthebung werde zudem geprüft. Bauer betonte, dass der Offizier jedoch als Privatperson an dem Treffen teilgenommen habe. Der Kameradschaftsbund distanzierte sich klar von dem Referat. Der Redner sei auf Vertretung und Empfehlung eines Offizierskollegen eingeladen worden, heißt es in der Stellungnahme weiter.

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