Rechnungshof kritisiert Implantatkosten

Ein beträchtliches Einsparungspotential, etwa beim Einkauf von Knie- und Hüftimplantaten durch die Krankenanstalten, hat der Landesrechnungshof festgestellt.

Er hat verschiedene Produkte und Kostendaten in Oberösterreichs Krankenanstalten geprüft und beim Einkauf von medizinischen Gebrauchs- und Verbrauchsgütern allein für das Jahr 2016 ein Einsparungspotential von rund 750.000 Euro festgestellt.

Zwischen 1.422 und 1.957 Euro für eine Hüftprothese

Das Kepler Universitätsklinikum sowie acht Ordensspitäler und 15 Landeskrankenhäuser - bei diesen 24 Krankenanstalten hat sich der Landesrechnungshof den Einkauf verschiedener Produkte überprüft: Neben Flächendesinfektionsmitteln und Untersuchungshandschuhen wurde auch der Einkauf von Hüft- und Knieprothesen unter die Lupe genommen.

Hier gibt es verschiedene Produkte aus verschiedenen Materialien, Fachgremien legen fest welche Produkte verwendet werden. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Preise etwa für Hüftprothesen: Sie liegen zwischen 1.422 Euro und 1.957 Euro. Wobei das Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern in Linz das preiswerteste Produkt und das Kepler Universitätsklinikum das teuerste verwendete.

Vereinheitlichung der Produktpalette empfohlen

Der Landesrechnungshof empfiehlt unter anderem eine Vereinheitlichung der Produktpalette sowie mehr Kooperationen beim Einkauf. Das Land OÖ könne dafür zum Beispiel ein trägerübergreifendes Fachgremium ins Leben rufen.

In einer ersten Reaktion will Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) die vom Landesrechnungshof aufgezeigten Verbesserungsvorschläge aufgreifen und die Kooperation zwischen den Krankenanstalten verbessern. Sie habe in diesem Zusammenhang bereits zu einer Trägerkonferenz eingeladen.

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