Dreimal so viele Krankenstände wie im Vorjahr

Dreimal so viele Krankenstände wie im Vorjahr wegen Erkältungskrankheiten und wegen der echten Grippe verzeichnet derzeit die OÖ Gebietskrankenkasse. Einer der Gründe ist die Impfmüdigkeit der Oberösterreicher.

Bei der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Über 23.000 Versicherte waren oder sind noch immer im Krankenstand, so Anneliese Luft, die stellvertretende ärztliche Leiterin der Gebietskrankenkasse: „Wir haben heuer im Vergleich zu den letzten fünf Jahren wirklich den höchsten Erkrankungsgipfel bei sowohl Grippeerkrankungen, als auch Erkältungskrankheiten.“

500 Krankenstände allein durch Influenza

Konkret sind dreimal so viele Menschen, die im Arbeitsleben stehen, erkrankt, wie zum Grippehöhepunkt des Vorjahres. Obwohl es auch in diesem Winter wieder einen Aufruf zur Grippeimpfung gegeben hat, zählt man heuer über 500 Krankenstände allein durch Influenza. Selbst in Spitzenjahren waren es maximal halb so viele Fälle, so Luft: „Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass in den heurigen Impfstoffen der Grippevirus B, der sehr häufig vorkommt, leider nicht vertreten und somit der Impfschutz nicht optimal ausgefallen ist.“

„Österreicher sind ausgesprochene Impfmuffel“

Doch in einem Land der Impfmuffel, hätte selbst der beste Grippeschutz keinen durchschlagenden Erfolg: „Die Österreicher sind ausgesprochene Impfmuffel im europäischen Vergleich. Wir bewegen uns bei etwa zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung, die eine Grippeimpfung in Anspruch nehmen.“

Der Erkältungs- und Grippehöhepunkt scheint Anfang dieser Woche überschritten zu sein. Das Grippevirus liebt es eiskalt und trocken, aber damit soll laut Meteorologen nach Donnerstagnacht Schluss sein.

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