Gutachten könnte rechten Kongress verhindern

Am 3. März soll im Schloss Aistersheim (Bezirk Grieskirchen) der rechte Kongress der „Verteidiger Europas“ stattfinden. Nun könnte es aber doch noch zu einer Absage kommen. Denn ein Gutachter soll mögliche gefährliche Baumängel in dem Schloss jetzt prüfen.

Es könnte sich herausstellen, dass das Schloss nicht sicher genug für das Treffen ist. Eine Liste samt Fotos dokumentiert die baulichen Mängel des 850 Jahre alten Schlosses, berichtet Bürgermeister Rudolf Riener (ÖVP). Demnach soll innen der Putz bröckeln. Eingereicht wurde die Liste von dem Mauthausen Komitee. Fotos und Berichte wurden von dem pensionierten Kriminalbeamten und Datenforensiker Uwe Sailer bei einem Lokalaugenschein festgehalten.

Sicherheitsschäden befürchtet

Diese Fotodokumentation wird ernst genommen. Nächste Woche soll ein Gutachter die Mängel überprüfen, sagt ÖVP-Bürgermeister Riener: „Als Baubehörde muss ich auf solche Mängel reagieren und mich absichern. Vor allem geht es aber darum, die Sicherheit der Teilnehmer zu gewähren.“ Werden grobe Schäden gefunden, dann werde er den rechten Kongress noch absagen, so der Bürgermeister. Riener macht kein Geheimnis daraus, dass er ohnehin keine Freude mit dem Kongress hat.

Wieder Demonstrationen geplant

Es ist der zweite Kongress der „Verteidiger Europas“. Im Oktober 2016 löste das rechte Treffen heftige Proteste aus, unter anderem weil er in den Redoutensälen des Landes in Linz stattfand. Mehr dazu in: „1.800 Demonstranten gegen Rechten-Kongress“ (29.10.16 ; ooe.ORF.at) Mit dem Wasserschloss konnte nun ein privater Veranstaltungsort gefunden werden.

Proteste sind auch am 2. März von der Plattform „Linz gegen rechts“ geplant. 500 Demonstranten sind bei einer Demonstration in Aistersheim angemeldet.

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