Pfleger soll 180.000 Euro veruntreut haben

Ein Pfleger eines Innviertler Seniorenheims ist am Landesgericht Ried zu 21 Monaten Haft – sieben davon unbedingt – verurteilt worden. Er soll einer Heimbewohnerin mehr als 180.000 Euro gestohlen haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Seit Oktober 2016 wird in dieser Sache verhandelt, am Donnerstag ist dann endlich ein Urteil gegen den 44-jährigen Pfleger gefallen. Der Mann führte bis 2015 ein Seniorenheim im Innviertel. In dieser Zeit soll er sich an eine damals 88-jährige, schwer pflegebedürftige und laut Staatsanwaltschaft demente Frau herangemacht und ein Naheverhältnis aufgebaut haben. Die betagte Dame räumte ihm eine Zeichnungsberechtigung für ihr Konto ein.

182.000 Euro abgehoben

Zwischen 2013 und 2016 soll der Mann insgesamt 182.000 Euro abgehoben und in seine eigene Tasche gesteckt haben. Ein Bankmitarbeiter brachte die Sache ins Rollen.

Geld für Grabpflege ausgegeben

Dass sein Mandant das Geld für sich behoben habe, stimme nicht, sagt sein Verteidiger. Das Geld habe der Angeklagte für die Pflege von Gräbern naher Angehöriger der Frau ausgegeben. Außerdem hätten mehrere Personen die Möglichkeit gehabt, das behobene Geld aus dem Zimmer der alten Frau mitzunehmen. Ein Gutachten wurde in Auftrag gegeben, das klären sollte, ob die Frau tatsächlich dement sei oder nicht.

Das Urteil des Landesgerichts Ried im Innkreis ist noch nicht rechtskräftig.

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