Teilbedingte Haft für zwei Jugendliche

Wegen schweren Raubes und Nötigung sind am Landesgericht Steyr zwei Jugendliche zu teilbedingten Haftstrafen verurteilt worden. Sie sollen einen 13-Jährigen ausgeraubt, bedroht und erniedrigt haben.

Die beiden Angeklagten, ein 17-jähriger Schüler aus Syrien, der seit 2015 in Österreich ist, sowie ein 18-jähriger Lehrling mit kosovarischen Wurzeln, sind am Landesgericht Steyr wegen schweren Raubes und Nötigung verurteilt worden.

Einer der beiden zeigte sich geständig

Der 17-jährige Syrer wurde zu 15 Monaten Haft verurteilt, davon zu drei Monaten unbedingt. Der junge Mann soll sich nicht geständig gezeigt haben. Der 18-jährige Lehrling mit kosovarischen Wurzeln soll hingegen geständig gewesen sein, er wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt, davon zu sechs Monaten unbedingt. Beide Urteile sind nicht rechtskräftig.

Anklage wegen Raub und Erniedrigungen

Die beiden Burschen waren angeklagt, weil sie im Vorjahr einen 13-jährigen österreichischen Schüler bei einer Tankstelle in Steyr überfallen haben sollen. Den 13-Jährigen sollen sie bedroht, ein Messer an die Kehle gehalten und ihn ausgeraubt haben. Ihre Beute betrug 47 Euro. Um den 13-Jährigen einzuschüchtern, damit er nicht zur Polizei gehe, sollen ihn der gebürtige Syrer und der Lehrling mit kosovarischen Wurzeln dann auch noch gedroht haben, ihn in die Enns zu werfen. Schließlich musste der 13-jährige Schüler den beiden laut Anklage noch die Hand küssen, ehe er gehen durfte.

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