Feuerwehren plagen Geldsorgen

Die Feuerwehren haben immer mehr Einsätze, aber nicht mehr Geld. Vor diesem Dilemma stehen die oberösterreichischen Feuerwehren. Insgesamt rückten die freiwilligen Helfer im vergangenen Jahr fast 63.000 Mal aus.

Egal ob es Schäden nach einem Sturm sind, Aufräumarbeiten nach einem Verkehrsunfall oder Brände. 91.000 Feuerwehrleute opfern in Oberösterreich ihre Freizeit, um im Ernstfall Menschenleben zu retten oder materielle Schäden gering zu halten. Die Zahl der Einsätze ist im Jahr 2017 auf 63.000 gestiegen. Dabei handelt es sich um einen Rekordwert. Fast vierzig Prozent sind technische Einsätze auf den Straßen, zum Beispiel nach Unfällen. Bereits mehr als ein Viertel sind Brandeinsätze, Tendenz steigend.

Einsätze Feuer Silvester
laumat.at

Wichtigste Finanzierungsquelle stagniert

Seit Jahren allerdings, so warnt Landesfeuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner, stagniere die Summe, die aus der wichtigsten Finanzierungssäule, nämlich aus der so genannten Feuerschutzsteuer, kommt. Diese richtet sich nach dem Prämienaufkommen bei Feuerschutzversicherungen, das gesunken sei: „Auch deshalb weil das Brandrisiko nicht mehr so groß ist –nicht zuletzt wegen der Präventivmaßnahmen der Feuerwehren.“ Kronsteiner bringt das Dilemma der Feuerwehren so auf den Punkt: Für bessere Arbeit gebe es jetzt weniger Geld. Deshalb fordert der Landesfeuerwehrkommandant Änderungen auf Bundesebene.

Keine Nachwuchssorgen

Allen finanziellen Sorgen zum Trotz - Nachwuchsprobleme gibt es bei den heimischen Feuerwehren nicht, sagt Feuerwehrlandesrat Elmar Podgorschek: „Wir hatten in der letzten Periode bei den Kommandanten ein Durchschnittsalter von 45 Jahren. Derzeit liegt es bei 35 Jahren. Das heißt Junge engagieren sich weiterhin.“ Insgesamt haben die Feuerwehrleute im Jahr 2017 fast 6,5 Millionen Arbeitsstunden geleistet.

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