Stadtwache-Mitarbeiter sorgt für Wirbel

In Wels sorgt ein Stadtwache-Mitarbeiter weiterhin für Aufregung. Auf einem Foto ist er mit einer Hakenkreuz-Fahne zu sehen. Daraufhin wurde er entlassen. Nun wird gestritten, ob der Mann der FPÖ zugehörig ist.

Laut der FPÖ-kritischen Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) soll der Mann zumindest FPÖ-nahe sein. Er habe für die freiheitlichen Gewerkschafter (AUF) bei der Personalvertretungswahl vor vier Jahren kandidiert, so Antifa-Sprecher Werner Retzl: „Da ist doch anzunehmen, dass es eine Affinität gibt, das heißt jetzt nicht unbedingt eine Mitgliedschaft, aber doch eine Nähe.“ Zu sagen, dass dieser Mann mit der FPÖ gar nichts zu tun habe, komme ihm doch ein Bisschen skurril vor, so Retzl.

Stadtwache-Mitarbeiter wurde entlassen

Laut dem Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) ist der Stadtwache-Mitarbeiter nach Auftauchen des Fotos befragt und danach umgehend entlassen worden. Außerdem erklärte Rabl gegenüber dem ORF, dass der Mitarbeiter kein Mitglied der FPÖ sei und betonte zugleich, dass auch die FPÖ ein derartiges Verhalten massiv ablehne.

Laut dem Bürgermeister stimme aber, dass der Mann bis Mai 2017 in der AUF (Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher) aktiv gewesen sei. Der betroffene Stadtwache-Mitarbeiter war zuvor in anderen Abteilungen im Magistrat Wels tätig.

„Angelegenheit einer seriösen Prüfung unterziehen“

Der Welser ÖVP-Stadtparteiobmann Peter Csar meint in diesem Zusammenhang, Bürgermeister Rabl habe richtig reagiert, indem er rasch Konsequenzen gezogen habe. Jetzt gelte es aber, die gesamte Angelegenheit einer serösen Prüfung zu unterziehen. Dafür sollten unter anderem alle Mitarbeiter der Stadtwache einer strengen Kontrolle unterzogen werden.

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