Abriss von Wohnanlage in Linz beschlossen

Der Aufsichtsrat der Linzer Wohnbaugenossenschaft GWG hat den Abriss und den Neubau eines Großteils der Wohnanlage Wimhölzel im Franckviertel beschlossen. Betroffen sind 1.000 Mieter, die ab- oder umsiedeln müssen.

Das Projekt hat für mediale Aufregung gesorgt, zum einen wegen der Größe, es geht um gut 400 Wohnungen und 1.000 Mieter, zum anderen haben sich einzelne Bewohner um ihr Zuhause gesorgt, aber auch über die Mehrkosten, die auf sie zukommen.

Neubau statt Sanierung

Die Sanierung der acht, 1931 errichteten Wohnblöcke würde die Mieten deutlich teurer machen als ein Neubau. So das Fazit des Sachverständigengutachtens, und an diese Empfehlung habe man sich gehalten, so GWG-Geschäftsführer Wolfgang Pfeil. Deshalb erfolgte die Entscheidung des Aufsichtsrats zum Abriss und Neubau. Was bedeutet, binnen zwei Jahren werden die Bewohnerinnen und Bewohner der ersten beiden Blöcke abgesiedelt, 2020 oder 2021 soll der Abbruch erfolgen. Dann könnten die Bewohner von Block drei und vier in die neuen Wohnungen ziehen, und es erfolge der nächste Abriss.

Umsiedlungspläne im Einvernehmen erfolgt

Diese Schritte seien im Einvernehmen mit den Bewohnervertretern erfolgt, so einer der Vertreter, Harald Daume. Es gebe auch einen Sozialplan der GWG, der zum Beispiel die Zusatzkosten durch den Umzug abfedert. Was noch offen ist, ist das Thema „Mietausgleich“ - denn das Wohnen werde sicher teurer. Dabei hoffe man auf ein Entgegenkommen von Stadt oder Land, so Daume. Einen Appell, den auch schon ÖVP Vize-Bürgermeister Bernhard Baier formuliert hat - es gelte nun ehest einen Sozialplan für die Mieter auf die Beine zu stellen. Weiters fordert Baier ein Stadtentwicklungsmodell für das Franckviertel.

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