Neue Vorschläge gegen Ärztemangel

Neue Vorschläge gibt es jetzt, um dem Ärztemangel beizukommen. Dass Hausärzte keine Nachfolger finden, war zuletzt vor allem in ländlichen Gebieten ein Problem, jetzt ist davon auch der Zentralraum betroffen.

Zehn von 16 der im November unbesetzten Hausärztepraxen oberösterreichweit liegen in Städten, sagt Dr. Franz Schramm, selbst Hausarzt in Traun und Sachverständiger. Der Mediziner macht jetzt einen konkreten Vorschlag, um dem Ärztemangel beizukommen. Er meint, es reiche nicht nur, auf Jungärzte zu warten, man müsse auch andere Ärztegruppen ansprechen und ihnen konkrete Angebote machen, etwa veränderungswillige Ärzte der Generation 35 +: „Für die sollte man rasch etwas entwickeln. Ich denke, dass die Spitalsreform nicht für alle befriedigend war und, dass da auch einiges an Frustration entstanden ist.“

Spitalsärzte als Hausärzte gewinnen

Schramm schätzt, dass es bei diesen Ärzten der Generation 35+ „durchaus einen Veränderungswillen“ gebe. Im Jänner biete er selber, so Schramm, ein Praxis-Organisationsseminar an. Dieses sei innerhalb von 48 Stunden von Spitalsärzten ausgebucht gewesen. „Also ich glaub‘, dass es dort genug Kolleginnen und Kollegen gibt, die man für unsere Arbeit gewinnen kann, wenn man entsprechende Angebote für sie macht.

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