Chronisch Kranke kritisieren Kassen-Reformpläne

Sehr besorgt über die von den ÖVP-FPÖ Koalitionsverhandlern geplante Zusammenlegung der Krankenkassen zeigt sich der Dachverband von rund 400 Selbsthilfegruppen in Oberösterreich, die sogenannte Selbsthilfe.

Werde die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse geschwächt, dann wirke sich das auf die gesamte Versorgung im Land aus, heißt es in einer Aussendung. Besonders hart würde es Menschen mit chronischen, schweren oder komplizierten Erkrankungen treffen, befürchtet der Obmann des Dachverbands der Selbsthilfegruppen in Oberösterreich, Oskar Meggeneder, der früher selber Direktor der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse war.

Geld und Einflussnahme

Erfolgreiche Versorgungsmodelle in Oberösterreich, wie etwa für Demenzkranke, für Schlaganfallpatienten oder Diabetiker, könnten durch eine Zentralisierung der Kassen möglicherweise nicht in der bewährten Form weitergeführt werden. Kritisiert wird von der Selbsthilfe Oberösterreich, dass es bei den kolportieren Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen beim Thema Krankenkassen ausschließlich um das Thema Geld und Einflussnahme zu gehen scheine, aber noch keine Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung zu hören gewesen seien.

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