Kulturbudget wird nicht um zehn Prozent gekürzt

„Einen derartigen Plan habe ich nicht“ hat Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bei der Landtagssitzung am Donnerstag auf die Frage geantwortet, ob das Kulturbudget um zehn Prozent gekürzt werden soll.

Meldungen, wonach Kulturreferent und Landeshauptmann Stelzer zehn Prozent des Kulturbudgets streichen wolle, führten zu einiger Aufregung und bei den Betroffenen zu Verunsicherung. Der Kultursprecher der Grünen, Severin Mair, konfrontierte Stelzer mit diesen Medienberichten und fragte, ob es tatsächlich wahr sei, dass 20 Millionen Euro im nächsten Kulturbudget eingespart werden sollen.

Alle Ressorts müssen sparen

„Einen derartigen Plan habe ich nicht“ - es gehe darum, so Stelzer in seiner Antwort, Strukturen zu verbessern, die Effizienz zu heben und den Spagat zwischen dem Anspruch, Oberösterreich als international sichtbaren Kulturstandort zu erhalten aber im nächsten Jahr ein Null-Schulden-Budget zu schaffen.

Landtag
ORF
Stelzer in der Landtagssitzung am Donnerstag

Wenn er das als Finanzreferent von allen anderen Ressorts fordert, müsse er auch in seinen sparen, „aber nicht in dem Ausmaß, wie sie das in ihrer Frage zitiert haben“, so Stelzer zu Mair.

Gespräche mit Linz

Man führe Gespräche mit Linz, in denen es darum gehe, das Kulturangebot in der Landeshauptstadt besser zu gestalten. Stelzer wiederholt hier bereit bekannte Parameter: „Wo stellen wir unsere gemeinsamen tollen Bestände der bildnerischen Kunst besser gemeinsam dar, damit wir mehr Publikum erreichen? Wie holen wir das Thema Technik, das genau für die Landeshauptstadt Linz und die Region eigentlich steht, mehr in den Fokus? Wo können wir dort gemeinsame Schwerpunkte setzen? Wie können wir das unglaubliche Wissen, das sich zum Beispiel in unserem Biologiezentrum angesammelt hat, noch besser mit der Wissenschaft der JKU verknüpfen?“

Kritik an Kulturförderung des Bundes

Zuletzt gab es auch noch eine Spitze Richtung Wien, denn das Kulturministerium verteile seine Fördermittel sehr ungerecht, so Stelzer. Immerhin bekomme die Bundeshauptstadt 35 Euro pro Bürger aus dem Kulturbudget des Bundes, Oberösterreich aber nur elf: „Ein Verhältnis von eins zu drei in der Kulturförderung ist nicht hinnehmbar, das werden wir auf Dauer nicht akzeptieren.“

Seine Budgetpläne für die Kultur will Stelzer, „zeitgerecht“ vorlegen. Er betont aber immer wieder, dass bei einem ausgeglichen Budget eben alle Bereiche ihren Beitrag leisten müssten.

Links:

Werbung X