„HelferInnenkonferenz“ in Linz

Rund 500 Flüchtlingshelfer sind am Samstag zur zweiten „HelferInnenkonferenz“ in Linz gekommen. Christoph Pinter, Leiter des UNHCR Österreich, forderte eine europäische Asylbehörde und mehr legale Einreisemöglichkeiten.

Asyllandesrat Rudi Anschober (Grüne) wünscht sich „weniger Mundwerk, mehr Handwerk“ von der Bundesregierung. „Wir haben keine Flüchtlingskrise, sondern eine Solidaritätskrise“, sagte Pinter.

65 Millionen Menschen auf der Flucht

Manche Staaten würden sich leider aus der Verantwortung stehlen. Pinter sieht wenig Sinn darin, Asylverfahren nur außerhalb der EU durchzuführen, denn die nötige Infrastruktur an den Außengrenzen aufzubauen würde Jahre dauern. Derzeit seien über 65 Millionen Menschen auf der Flucht, rechnete er vor, aber neun von zehn Flüchtlingen seien in unmittelbarer Nähe ihrer Herkunftsländer untergebracht, nicht in den Industriestaaten.

Konferenz in der „Postcity“

Location der „HelferInnenkonferenz“ war die „Postcity“, das ehemalige Postverteilzentrum am Linzer Bahnhof, in das vor genau einem Jahr die ersten 900 Transitflüchtlinge eingezogen sind. Bis 8. Mai dieses Jahres kamen zwischen 50.000 und 60.000 Menschen vorübergehend in den Hallen unter.

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