Großer Kulturpreis an Bruno Buchberger

Jährlich verleiht das Land OÖ den Johannes Kepler-Preis, der eine Anerkennung für herausragende künstlerische und wissenschaftliche Leistungen ist. Heuer ging der Landeskulturpreis an den Wissenschaftler Bruno Buchberger.

Buchbergers Kollegen bezeichnen ihn als Visionär oder genialen Mathematiker - mit dem am Dienstag verliehenen Johannes Kepler-Preis wurde Buchbergers Arbeit auch vom Land Oberösterreich gewürdigt.

Früher Durchbruch

Der gebürtige Tiroler war erst 23, als er die Theorie der „Gröbner-Basen“ erfand - ein grundlegendes Verfahren der Computer-Mathematik. Inzwischen wird es weltweit in vielen Millionen Installationen in allen modernen mathematischen Software-Systemen verwendet. Mehr als 2.000 wissenschaftliche Aufsätze und etwa 30 Bücher haben bisher andere Wissenschaftler über Buchbergers Theorie der Gröbner-Basen publiziert.

„Mister Hagenberg“

In Oberösterreich gilt Buchberger als „Mister Hagenberg“. 1989 gründete Buchberger den Softwarepark Hagenberg, drei Jahre später eröffnete er die Fachhochschule Hagenberg. Heute studieren 1.300 junge Menschen am Fachhochschulstandort Hagenberg. Er zählt zu den erfolgreichsten in ganz Österreich.

Internationalisierung Oberösterreichs

Bereits seit jungen Jahren hielt Buchberger Vorträge und Vorlesungen auf der ganzen Welt. Von Russland über Kanada bis nach Australien - auch als Professor an der Johannes-Kepler-Universität versuchte Buchberger mehr internationale Studenten nach Linz zu bekommen. 2007 begründete er schließlich ein eigenes internationales Masterstudium in Hagenberg. Seither reist Buchberger jedes Jahr um den Globus, um junge, talentierte Menschen zum Studieren nach Hagenberg zu bringen.

Wichtigster Kulturpreis des Landes

Am Dienstag verlieh ihm Landeshauptmann Josef Pühringer den Johannes Kepler-Preis, der wichtigste Kulturpreis des Landes Oberösterreichs. Damit sollen die jahrzehntelange Leistungen von einem der größten Mathematiker und Denker des Landes einmal mehr ausgezeichnet werden.

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