Katze erschossen: Ermittlung gegen Jäger

In Ebensee (Bezirk Gmunden) wird gegen einen Jäger ermittelt, der die Katze der Hüttenwirtin von der Christophorushütte am Feuerkogel erschossen haben soll. Sie habe gewildert, so sein Argument. Die Hüttenwirtin ist fassungslos und traurig.

Die Wintersaison hat auf dem Feuerkogel zwar noch nicht begonnen, aber Lift- und Hüttenbetreiber sind mit den Vorarbeiten weitgehend fertig. Die Hüttenwirtin zog mit zwei Katzen auf die Christophorushütte.

Tier vor Hütte erschossen

Am Freitag ließ die Katzen hinaus. Plötzlich hörte sie einen Schuss und der Kater sei tot vor der Hütte gelegen, erzählte Elisabeth Hölldobler im ORF-Interview.

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Sofort fuhr Hölldobler ins Tal und erstattete Anzeige. Der Jäger rechtfertigte sich laut Polizei, der Kater - der wegen vier weißer Pfoten „Sökki“ genannt wurde - habe gewildert. Aber laut Jagdrecht hätte er den Kater nur erschießen dürfen, wenn er mehr als 300 Meter vom nächsten bewohnten Haus entfernt gewesen wäre.

Der oberösterreichische Landesjägermeister Sepp Brandmayr informierte sich bei den Beteiligten und sagte Dienstagfrüh in Radio Oberösterreich, dass die Zuslassung des betroffenen Jägers auf dem Spiel stehe, aber das müssten die Gerichte klären.

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Generell dürfen nur Jäger mit einer bestimmten Berechtigung wildernde Hunde und Katzen erschießen und Katzen eben nur, wenn sie mindestens 300 Meter vom nächsten bewohnten Haus entfernt sind.

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